4LIFECHANGERS – Green Care – natürlich gute Aufgaben für Menschen mit Behinderungen

Folge 20: Eine sinnvolle Tätigkeit ist für die meisten Menschen wichtig, jedoch für viele Menschen mit Behinderungen leider nicht selbstverständlich. Green Care hat daher einen natürlichen Weg gefunden, diese Situation zu ändern und verbindet soziale Arbeit mit Landwirtschaft. Am steirischen Biohof Attendorf wird das Green Care-Konzept bereits mit Freuden gelebt. Seitdem wachsen und blühen nicht nur Pflanzen auf, sondern auch Menschen mit Behinderungen.

Andreas ist stolz, was er und seine Kollegen am Biobauernhof tagtäglich leisten. Er ist der Meinung, dass Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft oft unterschätzt werden. „Die Leute sollen einmal schauen, was wir da produzieren – trotz Beeinträchtigung“, so Andreas. Ob Gemüse anbauen, Rasen mähen, jäten, Ernten, Holz hacken, die hofeigenen Bienenstöcke pflegen oder Gemüsekisten für den Verkauf herrichten, es gibt stets viel zu tun. Bei ihrer Arbeit werden die „neuen Biobauern“ von einem Pädagogen-Team unterstützt, das auf die Selbstbestimmtheit ihrer Klienten großen Wert legt. „Wir sagen in der Früh: Die, die und die Arbeiten gibt es. Wer möchte was machen? Jeder kann sich dann ganz frei entscheiden. Es gibt für jede Stimmung eine Arbeit bei uns,“ erklärt Teamleiterin Julia Tritscher die Vorgangsweise.“

Neben dem wohltuenden Aufenthalt in der Natur hat der Umstand, eine sinnvolle Aufgabe zu haben, einen großen Effekt auf das psychische Wohlbefinden. „Gebraucht werden und wirklich etwas zu produzieren, was andere auch wollen und andere nachfragen. Ich pflanze das an, ich ernte das, ich verkauf‘ das an Personen, die das Gemüse bei uns abholen,“ beschreibt Julia Tritscher, wie Menschen mit Behinderungen bei der Arbeit Anerkennung und Wertschätzung erfahren.

Green Care steht allgemein für Aktivitäten und Interaktionen zwischen Mensch, Tier und Natur. Je nach Zielgruppe verfolgt der Verein gesundheitsfördernde, pädagogische oder soziale Ziele. Green Care hat auch für andere mehr oder weniger schwierige Lebenssituationen Konzepte parat. „Green Care – Wo Menschen aufblühen“ macht land- und forstwirtschaftliche Betriebe zu Partnern der Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Wirtschaftssysteme. So können beispielsweise auf einem Bauernhof Kinder von Tieren und der Natur lernen oder ältere Menschen mit Demenz beim Garteln vergessen, dass sie vergessen. Dabei handelt es sich um ein Projekt im Rahmen des österreichischen Programms für ländliche Entwicklung (ELER), das der Verein Green Care Österreich in der Praxis umsetzt. Das Ziel: Green Care als neue Sparte der Diversifizierung nachhaltig zu etablieren.

Alle Infos dazu: greencare-oe.at

Tipps und Tricks: Bodylotion selber machen

DIY (= Do it yourself“) liegt absolut im Trend. Der Umgang mit Essenzen und Wirkstoffen hat etwas Wohltuendes – abgesehen davon, dass man auch weiß, was tatsächlich im eigenen Produkt an Wirkstoffen drinnen ist. In dieser 4Lifechangers-Sendung erfahren Sie, wie Sie eine eigene Bodylotion herstellen können.

Zutaten:
  • 8 Gramm Tegomuls (Tegomuls ist ein pflanzlicher Emulgator und ist in fast jeder Apotheke erhältlich)
  • 100 Milliliter Rosenwasser
  • 5 Gramm Kakaobutter und
  • 20 Gramm Mandelöl
  • Behälter (z.B. aus einer verbrauchten Bodylotion auswaschen und verwenden)
Zubereitung:
  • Das Öl langsam im Wasserbad aufwärmen.
  • Anschließend die Kakaobutter darin schmelzen.
  • Den Behälter zu gleichen Teilen mit dem Rosenwasser und dem Öl-Gemisch auffüllen.
  • Zum Schluss kommt noch das Tegomuls in die Flasche.
  • Alles kräfitg schütteln.
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