4LIFECHANGERS: Mikroplastik – und wen juckt’s?!

Folge 39: Round the World ist eine wissenschaftliche Forschungsmission der Non-Profit-Organisation eXXpedition, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mikroplastik im Meer und dessen Auswirkungen auf Umwelt und Mensch zu untersuchen. Die Österreicherin Marita Schmid war Teil des Forschungsteams und schildert die Auswirkungen des Plastikmülls auf Umwelt und Mensch. Das zweite Thema der Sendung ist die atopische Dermatitis, die vor allem im Winter besonders lästig sein kann.

Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich in den Weltmeeren. Diese gewaltige Menge an Plastik zersetzt sich im Laufe der Zeit in kleine Partikel, sogenanntes Mikroplastik. Über die Nahrungskette gelangt es schließlich auch in den menschlichen Körper. Im Rahmen des Forschungsprogramms eXXpedition segelte die Österreicherin Marita Schmid bei der Atlantiküberquerung als Teil eines internationalen Teams, das ausschließlich aus Frauen bestand, um das Mikroplastik in den Meeren zu erforschen.

„Wir haben während dem Segeln ein Netz mitgezogen und damit Oberflächenproben genommen, daraus die Plastikfragmente gefiltert und analysiert,“ schildert Marita Schmid ihren Aufgabenbereich und den großen Handlungsbedarf. „Wir haben in einer der Proben dreimal so viel Mikroplastik wie Plankton gefunden – was ja die eigentliche Nahrung für die Meeresbewohner ist.“ Die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Umwelt und den menschlichen Körper sind derzeit noch im vollen Umfang erfasst, aber eines steht fest: Die Partikel beinhalten viele Schadstoffe, wie z.B. Schwermetalle. Wobei Frauen scheinen mehr darunter leiden als Männer. „Ein Aspekt ist, dass toxische Stoffe im Plastikmüll andere Auswirkungen haben als auf Männer,“ erklärt Marita Schmid. „Es kann sein, dass die Fruchtbarkeit dadurch beeinflusst wird oder zu Krebserkankungen führt. Das ist in der medizinischen Forschung noch ein unterrepräsentiertes Feld.“

Faktencheck: Die atopische Dermatitis

Der Winter ist eine herausfordernde Zeit für empfindliche Haut, die zu Ausschlägen und Juckreiz neigt. Mediziner sprechen hier von einer atopischen Dermatitis, auch bekannt als Neurodermitis. Spezielle Salben oder Medikamente helfen, den Entzündungen entgegenzuwirken, doch die Ursachen und Ausprägungsformen sind vielfältig. Dazu Univ.-Prof.Dr. Matthias Schmuth, Direktor der Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Innsbruck: „Es gibt immer Änderungen in der Schutzfunktion der Haut, in der sogenannten Hautbarrierefunktion. Dies führt dann dazu, dass Bakterien, Pilze und Viren, die gesunderweise auf der Haut leben, durch diese beeinträchtigte Barrierefunktion in ihrer Balance gestört werden.“

Entzündungen und Juckreiz sind die Folge. Neben psychischem Stress belasten aber auch verschiedene äußere Reize die empfindliche Haut. „Eine niedrigere Luftfeuchtigkeit macht anfälliger für atopische Dermatitis. Es spielt auch die Temperatur eine Rolle und da ist es ganz interessant, sowohl kalte als auch warme Temperatur, vor allem der Wechsel, wenn innerhalb eines Tages die Temperatur sehr stark schwankt, dann kann das einen Schub von einer atopischen Dermatitis auslösen“, so Matthias Schmuth.

Erste-Hilfe-Tipp: Was tun bei Gasaustritt?

Beim Austreten von Gasen besteht akute Lebensgefahr. Die beiden häufigsten sind Kohlenmonoxid, wie etwas bei defekten Thermen und Kohlendioxid in Kellern oder Silos. Hier ist die Gefahr, dass das Gas nicht riecht und innerhalb von Minuten eine Bewusstlosigkeit eintritt. Verlassen Sie deshalb umgehend das Gebäude und bergen sie Bewusstlose unter keinen Umständen selbst, sondern verständigen Sie die Feuerwehr!