4LIFECHANGERS: Plasma spenden ist Lebenselexier spenden

Folge 29: Welch Glück eine Plasmaspende bringen kann, hat die heute überaus lebensfrohe Karin Modl am eigenen Körper gespürt. Sie hat soviel Lebensqualität gewonnen und strahlt dermaßen in dieser Sendung, dass jeder Lust bekommt, sofort Plasma zu spenden. Dabei kann Plasma nicht nur die Lebensqualität verbessern, sondern auch die krankheitsbedingte, niedrige Lebenserwartung erhöhen.

Karin Modl hat einen primären Immundefekt. Das bedeutet, dass ihr Körper keine oder nur wenige Antikörper bilden kann. Sie ist auf Plasmaspenden angewiesen, denn ihre lebenswichtigen Medikamente können nur aus Plasma künstlich hergestellt werden. Dabei lebte Karin Modl 42 Jahre lang ohne Plasmaspende, weil sie keine richtige Diagnose und Behandlung bekam. Das bedeutete für sie Fieber, Schwächeanfälle und durchgehend Schmerzen. „Ich habe gespürt, dass ich schwer krank bin, hatte aber niemanden, der mir geglaubt hat. Der Alltag war die Hölle für mich. Ich habe irgendwie existiert, aber nicht gelebt,“ schildert sie ihr damaliges Leid.

Warum Plasma spenden?

Dank der Plasmaspenden führt Karin Modl endlich ein glückliches Leben. „Ohne die Plasmaspende hätte ich meine Kinder nicht aufwachsen gesehen“, verdeutlicht sie überglücklich. „Ich würde meine Enkel nicht erleben, wie sie groß werden. Ich könnte nie auf Urlaub fahren, ich könnte die Natur und die Sonne nicht genießen! Ich könnte mich nie aus dem Zimmer hinaustrauen, weil ich sofort krank werden würde. Das heißt: Plasma ist wirklich für mich das Lebenselexier!“

Wie Plasma spenden?

Plasmaspender tun Gutes und erhalten gleichzeitig regelmäßige Informationen über ihren Gesundheitszustand. Außerdem gibt es 25,00 EUR Zeitentschädigung pro Spende, die jeweils zwischen 40 und 60 Minuten dauert. Gesundheitliche Folgen hat man durch die Plasmaspende keine. „Plasma darf man bis zu 50 Mal im Jahr spenden, weil das so schnell vom Körper nachgebildet wird“, erklärt Peter Perger, Ärztlicher Leiter im Bereich Plasmagewinnung. „Es gibt einen Unterschied zur Vollblutspende. Bei der Plasmapherese werden die zellhaltigen Bestandteile des Blutes dem Spender wieder zurückgegeben. Es wird nur das Plasma, also die gelbe Flüssigkeit, verwendet. Plasma ist wirklich lebensrettend, weil wir damit Betroffenen ein normales Leben und eine normale Lebenserwartung ermöglichen können.“

Das sind auch die Gründe, weshalb Menschen wie Lisa Semmler regelmäßig Plasma spenden. „Ich gehe Plasma spenden, weil damit lebenswichtige Medikamente hergestellt werden und ich vielen Menschen damit helfen kann,“ freut sich die Spenderin, mit einfachen Mitteln Gutes tun zu können.

Alle Infos unter: www.plasmaspende.at

Weiteres Thema der Sendung: Warum Imfpungen wichtig sind

Dr. Rudolf Schmitzberger, Leiter des Impfreferates der Österreichischen Ärztekammer erklärt daher in dieser Sendung seine ärztliche Sicht und was die Imfpung für einen Sinn hat.

Bei kaum einem Thema scheiden sich die Geister so wie beim Impfen. Rund 20 Prozent der Österreichernnen und Österreicher sind verunsichert, was das Thema Impfen betrifft. Zwischen drei und fünf Prozent lehnen es sogar komplett ab. Dr. Rudolf Schmitzberger, Leiter des Impfreferates der Österreichischen Ärztekammer, erklärt daher in dieser Sendung seine ärztliche Sicht und welchen Sinn eine Imfpung hat.

„Impfen ist ein positiver Eingriff in das Immunsystem. Der Körper lernt, mit dem Keim umzugehen, lernt, körpereigen auf natürliche Art und Weise seine Abwehrstoffe zu entwickeln“, so der Experte. „Als Nebenreaktion können an der Impfstelle Schwellungen oder Schmerzen auftreten. Das ist durchaus möglich, aber mit dem kann man sehr gut umgehen.“

Gelegentlich kann auch Fieber auftreten. Auch diese Reaktion ist ganz normal und kein Problem. Unbedingt zu empfehlen sind jene Impfungen, die sich im Gratis-Impfprogramm für Kinder und Jugendliche befinden wie etwa Masern. Besonders Personen mit chronischen Krankheiten oder jene, die viel mit anderen Menschen zu tun haben, sollten sich gegen die Grippe (Influenza) schützen.