4LIFECHANGERS – Was tun bei Wochenbettdepression?

Folge 25: Mit einem Baby wird auch eine neue Mama geboren. In diesem neuen Lebensabschnitt geht es jedoch Müttern nicht immer so gut wie gedacht. Fast jede sechste Frau leidet nach der Geburt ihres Babys an einer postpartalen Depression. Viele Symptome werden dabei oft nicht erkannt oder vom Umfeld ernst genommen. In dieser Sendung werden Möglichkeiten gezeigt, wie man sich selbst helfen kann.

Neun lange Monate warten auf das Kind. Endlich ist das Baby da und das Glück sollte perfekt sein – ist es aber nicht. Schuldgefühle, Ängste, Depressionen und negative Gedanken plagen oft die neuen Mütter. Wenn negative Gedanken überhand nehmen, ist es wichtig, sich profesionelle Hilfe zu holen. Psycholog:innen und Frauengesundheitszentren – beispielsweise die FEM Elternambulanz in der Klinik Floridsdorf – sind gute Anlaufstellen für Frauen in schweren Phasen nach der Geburt.

„Postpartale Depressionen sind psychische Erkrankungen, die nach der Geburt eines Kindes auftreten können – zwei Wochen oder aber auch ein halbes Jahr später, und das ist eben auch das Gefährliche daran, weil man es vielleicht nicht erkennt,“ beschreibt die Klinische Gesundheitspsychologin Maria Bernhart: „Symptome sind, dass man sich weinerlich fühlt oder hilflos fühlt und Ängste hat, für das Kind nicht gut sorgen zu können. Aber auch Gedanken ,Ich tu‘ mir so schwer, mein Kind lieb zu haben, oder ich könnt‘ meinem Kind weh tun‘ zwängen sich auf. Mir ist ganz wichtig, dieses ‚eigentlich sollt‘ ich glücklich sein‘ aus den Köpfen zu kriegen und nicht immer die superglücklichen Babymamas zu zeigen. Sondern ganz normale Frauen und einfach zu sagen: Es ist nicht immer leiwand.“

Auch Delia und Katharina hatten nach der Geburt ihrer Kinder nicht nur überglückliche Momente. Sie machten die Erfahrung, dass Mutter zu sein auch eine Herausforderung ist – und dass es auch eine Herausforderung ist, nicht auf sich selbst zu vergessen. Deshalb möchten die beiden Freundinnen mit ihren SelfcareProdukten für frischgebackene Mütter andere Frauen daran erinnern, nicht auf sich selbst zu vergessen. „Als Mama fühlt man sich auch schuldig, wenn man Zeit für sich nimmt. Man glaubt, die Mama soll immer mit dem Baby gemeinsam sein. Aber sie braucht auch Zeit für sich selbst, um sich um sie selbst zu kümmern, dass sie dann eine bessere Mama ist,“ erklärt Delia. Katharina ergänzt: „Ich möchte das jetzt nicht dramatisieren, aber es ist schon eine Herausforderung – und das darf man auch sagen. Man darf auch sagen, dass man überfordert war.“

Weiteres Thema der Sendung: Drei Tipps für bessere Schlafqualität

Laut einer Studie der MedUni Wien klagt rund die Hälfte aller Österreicher:innen regelmäßig über nicht erholsamen Schlaf. Stress oder Ablenkungen halten viele oft zu lange wach oder sorgen für einen unruhigen Schlaf. Nachdem Schlafen große Auswirkungen auf die seelische und körperliche Gesundheit hat, wäre die Stressredutkion als erste Maßnahme sinnvoll. Da sich dies oft nicht umsetzen lässt, folgend noch drei Tipps für einen besseren Schlaf:

Tipp eins: Auf die richtige Schlafumgebung achten

Expert:innen empfehlen für Schlafräume 16 bis 18 Grad Celsius. Achten Sie zudem auf eine ruhige Schlafumgebung und lüften Sie vor dem Zubettgehen!

Tipp zwei: Rituale einführen

Ob lesen, spazieren gehen oder eine Tasse Kräutertee – feste Zubettgeh-Rituale helfen dem Körper, sich auf die Nacht vorzubereiten. Sollte es sich einrichten lassen, wäre es gut, täglich zur selben Zeit ins Bett zu gehen.

Tipp drei: Richtig Abendessen

Schwer verdauliche Speisen wie etwa Frittiertes sollten bis zu drei Stunden vor dem Schlafengehen gegessen werden. Knurrt der Magen spätabends, besser zu leichter Kost greifen.

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