Badeunfälle verhindern

Kleinkind neben Pool, Foto: Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK) / Thomas Holly Kellner

Schwimmbäder, die aufgrund der Pandemie geschlossen waren, und mehr als ein Jahr ohne Schulschwimmkurse machen sich bemerkbar. So kann mittlerweile jeder zweite Achtjährige in Wien nicht schwimmen. Jetzt, wo die Temperaturen am Zenit stehen, stürzen sich viele ungeübte Schwimmer ins kühle Nass – und die Zahl der Badeunfälle steigt. Aus diesem Grund hat das Rote Kreuz Tipps parat, die für sicheres Baden sorgen.

Wer gut schwimmen kann und die Baderegeln beherzigt, bewegt sich im und ums Wasser meist auf sicherem Terrain. Doch erst im Alter von fünf bis sechs Jahren bringen Kinder die motorischen Voraussetzungen mit, um richtig zu schwimmen. Schwimmbecken oder -teiche üben eine magische Anziehungskraft auf Kidner aus, sind aber gleichzeitig eine große Gefahrenquelle. Jährlich verunglücken zahlreiche Kinder, die unbeaufsichtigt im oder beim Wasser spielen. Doch selbst in der Badewanne oder im Planschbecken können Kinder in einem Moment der Unaufmerksamkeit ertrinken. Deshalb gilt es, Kinder immer genau zu beobachten, wenn sie sich im Wasser aufhalten – selbst dann, wenn sie eine Schwimmhilfe dabeihaben. Da Kleinkinder ihren Kopf nicht über Wasser halten können, gehen sie unter, ohne sich bemerkbar zu machen.

Kreislaufversagen im Wasser – jede Sekunde zählt

Ältere Menschen und jene mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind im Wasser einer besonderen Gefahr ausgesetzt. Schließlich bringt der Sprung ins kalte Wasser den Kreislauf unter Druck, was unbedingt vermieden werden sollte. Denn bei einem größeren Unterschied zwischen der Luft- und der Wassertemperatur kann der Blutdruck plötzlich stark ansteigen und im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt auslösen. Aus diesem Grund sollte der Körper langsam an den Temperaturunterschied gewöhnt werden.

Droht jemand zu ertrinken, ist rasches Reagieren angesagt: Erst sollten der Notruf gewählt und andere Personen auf die Person aufmerksam germacht werden, die sich in Gefahr befindet. Anschließend sollte dem Ertrinkenden ein Gegenstand gereicht werden, um ihn damit aus dem Wasser zu ziehen.

Trauen Sie sich zu, eine ertrinkende Person selbst aus dem Wasser zu retten, nähern Sie sich immer von hinten und nützen Sie Hilfsmittel wie Schwimmwesten und Rettungsringe, denn Ertrinkende können Rettende in Panik unter Wasser ziehen. Atmet die Person nicht mehr, muss an Land sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden. Auch wenn jemand noch oder wieder bei Bewusstsein ist, sollte er dennoch ins Krankenhaus gebracht werden, da es auch zu einem späten Ertrinken mit schwerwiegenden Folgeschäden kommen kann.

Credit: Österreichisches Rotes Kreuz

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