Gesunde Arbeitswelten für Frauen

Berufstätige Frauen stehen oft unter einer Doppel- oder Dreifachbelastung, wenn sie zum Berufsalltag die eigene Familie versorgen und zusätzlich vielleicht noch Familienangehörige betreuen. Solche Situationen bedürfen auch in der Berufswelt guter Rahmenbedingungen. Ein neues „Handbuch für betriebliche Frauengesundheitsförderung“ zeigt vor, wie eine frauenfreundliche und gesunde Arbeitswelt ausschauen kann.

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern unterscheiden sich sehr stark, da Frauen meist nach wie vor den größeren Teil der familiären Versorgungsarbeit übernehmen. Eine passende Arbeitssituation mit flexiblen Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz ist daher wichtig, um die psychische und körperliche Gesundheit zu unterstützten. Das „Handbuch Betriebliche Frauengesundheitsförderung“ liefert Unternehmen Ideen und Umsetzungsvorschläge, wie sich die Gesundheit ihrer weiblichen Mitarbeiterinnen fördern und erhalten lässt. Erfahrungen aus Wiener Betrieben mit frauenspezifischer Ausgestaltung betrieblicher Gesundheitsförderung flossen da mit hinein. Umfassende Informationen über frauenspezifische Arbeitsbedingungen sowie arbeitsrelevante Bedürfnisse von Frauen sind Bestandteile des Handbuchs. Praxisnahe Ansätze, Instrumente und Methoden frauensensibler Gesundheitsförderung dienen als Bausteine zur Realisierung.

Die „gesunde Arbeitswelt“ – Kernthema der Wiener Gesundheitsziele

„Dieses Handbuch reagiert auf einen bisher blinden Fleck der betrieblichen Gesundheitsförderung“, sagt Mag. Kristina Hametner, Leiterin des Büros für Frauengesundheit und Gesundheitsziele. „Berufstätige Frauen haben auch nicht die gleichen Ausgangsbedingungen wie männliche Kollegen, auf ihnen lastet ungleich mehr Erziehungs-, Pflege- und Haushaltsarbeit.

„Gesundheit entsteht auch dort, wo wir arbeiten. Umso wichtiger ist es, mit diesem Handbuch ein Instrument zu haben, das dabei hilft, betriebliche Gesundheitsförderung für Frauen konkret zu verwirklichen“, so Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.

Das Handbuch zum Download:
Betriebliche Gesundheitsförderung (16 MB)

VORHERIGER ARTIKEL4LIFECHANGERS: Die richtige Betreuung bei Rückenschmerzen
NÄCHSTER ARTIKELGesundheitsprobleme für die Forschung gesucht