TCM-Dachverband: Keine Übertragung von Covid-19 durch chinesische Arzneimittel

Der Dachverband für Traditionelle Chinesische Medizin und verwandte Gesundheitslehren Österreich nimmt bezüglich der von der APA am 12. Jänner veröffentlichten Meldung „Irrsinniger Glaube – Johnson macht chinesische Medizin für Corona-Ausbruch verantwortlich“ Stellung.

  1. Zu Boris Johnsons Bedenken bezüglich der Verbindung von Traditioneller Chinesischer Medizin mit der Verbreitung des Virus über Tierprodukte muss gesagt werden, dass ein Schwarzmarkt von artengeschützten Tieren so wenig mit der Chinesischen Medizin in Europa zu tun hat wie der illegale Vertrieb von z.B. Medikamenten nach dem Betäubungsmittelgesetz mit der westlichen Schulmedizin. Eine solche Assoziation darf nicht entstehen und soll PatientInnen nicht verunsichern!
  2. Darüber hinaus können wir versichern, dass die Schuppen des Gürteltiers Squama Manitis (chuan shan jia) in Österreich nicht verwendet werden, da das Tier bei uns – wie auch in China – unter Artenschutz (CITES) steht. Auch Fledermausprodukte wie Vespertilionis Faeces (ye ming sha) werden hierzulande nicht verwendet.
  3. Ebenso sind Sorgen über eine Infektionsgefahr durch Chinesische Medizin unangebracht, da die Produkte mehrfach qualitätsgeprüft sind. Aufgrund der Verarbeitungs- und Zubereitungsmethoden würden hitzeempfindliche SARS-COV-2-Viren zu 100 % zerstört werden. Eine Infektionsgefahr ist somit ausgeschlossen.
  4. Eine Empfehlung für jene, die mit Chinesischer Medizin ihre Vitalität oder Potenz fördern wollen, wäre die Therapie mit Kräuterprodukten. Durch die Österreichische Ärztekammer geprüfte TCM-ÄrztInnen helfen diesbezüglich gerne und kompetent weiter.

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