4LIFECHANGERS: Low-Carb – eine Portion gesundes Abnehmen

Olympiasieger Matthias Steiner hat mit Low carb-Ernährung 45 kg abgenommen! Das klingt nach viel Verzicht. Tatsächlich geht es aber bei dieser kohlenhydratarmen Ernährung nicht darum, überhaupt keine Kohlenhydrate zu essen, sondern den richtigen Umgang damit zu finden. Dass dies auch genussvoll sein kann, zeigen der Spitzensportler und seine Frau Inge in dieser Sendung.

„Grundsätzlich gibt es keinen Grund, auf Kohlenhydrate zu verzichten“, so Matthias Steiner. „Es ist nur wichtig zu verstehen, was passiert, wenn ich dauerhaft zu viele und zu schnell Kohlenhydrate zu mir nehme. Wenn ich dann den ganzen Tag im Büro sitze und mich nicht bewege, sind viele, schnelle Kohlenhydrate natürlich nicht gut. Low carb wird manchmal falsch interpretiert. Es heißt ja nicht „no carb oder nie wieder carb“.

Das bestätigt auch Ernährungsexpertin Veronika Ottenschläger. Es geht nicht darum, Kohlenhydrate zu verteufeln, sondern sie bewusst einzusetzen.  „Alles, was einen sehr hohen Weißmehlanteil hat und hoch verarbeitet ist, kommt meistens auch in der Kombination mit sehr süß, sehr fett, sehr salzig einher. Das sind diese Art von Kohlenhydraten, die man reduzieren sollte, weil in einer ausgewogenen Ernährung darf natürlich auch ein gewisser Anteil an diesen Produkten aufgenommen werden.“

Am schwersten fiel Matthias Steiner, seinen Brotkonsum zu reduzieren. Daher hat er aus dem Eigenbedarf heraus angefangen, mit seiner Frau Inge verschiedene kohlehydratarme Brotsorten zu entwickeln. „Uns war extrem wichtig, dass unsere Produkte auch schmecken. Dass es eben nicht ein Verzicht ist, wenn ich wenn ich auf Alternativen umsteige. Verzicht hat nämlich auf Dauer noch nie funktioniert,“ erklärt Inge Steiner. „Eine Ernährungsumstellung kann wahnsinnig viel Spaß machen. Du merkst die Veränderung: Plötzlich geht es dir besser, du bist leistungsfähiger, du bist nicht so schnell müde. Man merkt dann, dass alles gar nicht so schlimm ist, wenn ich es verstanden hab‘, wie Lebensmittel auf den Körper wirken.“

Siehe auch:

5 Fragen – 5 Antworten: „Ausgewogene Ernährung für Menschen mit Diabetes“, im Interview: Matthias Steiner

Weiteres Thema der Sendung: Chronische Rückenschmerzen

Schmerzen, so unangenehm sie auch sind, haben eine wichtige Warnfunktion. Sie zeigen auf, dass etwas nicht stimmt und daher etwas dagegen getan werden muss. So hat der „akute Schmerz“, der etwa nach einem Knochenbruch auftritt, den Sinn dieser Warnfunktion. „Ohne Schmerz wären wir nicht wirklich lange überlebensfähig,“ ist Physiotherapeut Bernhard Taxer überzeugt. “Schmerz hat eine ganz wichtige Funktion in unserem Organismus. Er warnt uns vor sehr vielen Dingen und schützt auch vor übermäßiger Belastung, wenn wir akut verletzt sind.“

Besteht der Leidensdruck über drei Monate, spricht man von „chronischen Schmerzen“. Diese sind wesentlich komplexer und es wird auch zwischen primären und sekundären Schmerzen unterschieden. So komplex Schmerzen und die dahinterliegenden Ursachen sind, so komplex sind auch die Therapiemöglichkeiten – und daher genau zu eruieren. Je nach Bedarf kann die Therapie ein Zusammenspiel aus ärztlicher Betreuung, psychologischer Begleitung und Physiotherapie sein.

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