4 LIFECHANGERS: Intuitiv Essen ist besser als emotionaler Diätwahn

Folge 5: Mit den ersten Sonnenstrahlen wachsen Jahr für Jahr die Angebote für alle möglichen Diäten und damit die Wunschvorstellung vom Traumkörper, der uns in allen Medien immer wieder begegnet. Teils widersprüchliche Ratschläge und Vorschläge strömen auf die Menschen ein und versprechen die ultimative Bikinifigur. Der Wunsch nach Perfektion wird dadurch immer größer – und mit jeder gescheiterten Diät auch der Frust. Ana Urbas hat lange die Auf und Abs mitgemacht, doch dann ist sie aus dieser körperlichen und seelischen Gewichtshochschaubahn ausgestiegen. Heute isst sie intuitiv und nicht emotional.

„Ich war esssüchtig“, erinnert sich Anna Urbas an die Zeiten, in denen sie sich durch diverse Diäten quälte – gefolgt von frustrierten Essanfällen. „Ich habe versucht, durch möglichst viel Essen innerhalb kürzester Zeit dieses innere Loch, diese große Leere auszufüllen. Was natürlich nie funktionieren kann.” Das ständige Auf und Ab hat zum Frust auch noch diverse gesundheitliche Probleme produziert. Ihre Darmschleimhaut war zerstört, und die Haare fielen büschelweise aus. Erst als Anna Urbas das Konzept des intuitiven Essens kennengelernt und angewandt hat, verbesserte sich ihr Leben nachhaltig.

„Beim intuitiven Essen geht es darum, wieder im Einklang mit sich selbst zu sein. Man lernt, den Körper wieder zu spüren und vor allem die Bedürfnisse des Körpers auch wieder zu hören,“ erklärt die 4Lifechangerin der Woche. „Im Grunde sagt uns der Körper ganz genau, was er braucht. Es gibt keine Regeln, also es ist wirklich alles erlaubt. Aber man isst im Sinne von Körper und Sättigung.”

Konkret bedeutet das, dass man sich so verhält, wie das kleine Kinder von Natur aus noch machen: Intuitiv essen, wenn der Körper Hunger auf etwas hat – und aufhören, wenn man satt ist. Gepaart mit Meditation und Mentaltraining lernte Anna, auf ihr Inneres zu hören und sich selbst zu lieben. Als Coach für intuitive Ernährung unterstützt sie heute andere bei der Reise, das eigene Urvertrauen zu finden. “Ich habe früher immer Riesnprobleme gehabt, mich im Spiegel anzuschauen oder irgendwas Positives an mir zu sehen. Jetzt denk´ ich mir: Hey wow, klass´ schaust aus, fesch bist!“

Faktencheck: Vitamin D-Mangel

Vitamin D ist der Tausendsassa und eigentlich ein Hormon und kein Vitamin. Unsere Knochen brauchen es – und unsere Muskeln, unser Immunsystem und sogar das psychische Wohlbefinden profitieren davon. Der menschliche Körper kann Vitamin D selbst herstellen – dafür braucht er aber Sonne bzw. das UV-Licht der Sonne. Trifft dieses auf die nackte Haut, fängt der Körper an Vitamin D zu erzeugen – wie viel, hängt von Hautfarbe, Alter und der Stärke der Sonne ab. Da in Österreich die Sonne im Winter schwach und die Haut hauptsächlich mit Kleidung bedeckt ist, ist die eigene Vitamin D-Produktion von Oktober bis März ziemlich reduziert. Allgemeinmedizinerin Nika Mayerhofer-Gallenbacher empfiehlt daher: Wer den Winter nicht im sonnigen Süden verbringen kann, sollte sich ärztlichen Rat holen und gegebenenfalls Vitamin D-Tabletten einnehmen!

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