4LIFECHANGERS: Time4friends – Jugendliche beraten Jugendliche per WhatsApp

4LIFECHANGERS, Folge 24: Unter einer Peer-Beratung versteht man eine Beratung durch Menschen, die sich in derselben Lebenssituation bzw. – wenn notwendig – auch im gleichen Alter befinden wie der Beratene selbst. Bei Jugendlichen ist dieses Konzept ziemlich angesagt, weil sie viele Themen nicht mit Erwachsenen besprechen wollen oder können. Die WhatsApp-Beratungsstelle des Roten Kreuzes „Time4friends“ hat hier für moderne jugendgerechte Abhilfe gesorgt.

Adriana hat viele Jahre freiwillig bei der WhatsApp-Beratungsstelle „Time4friends“ des Roten Kreuzes jungen Menschen mit ihren Sorgen nach dem Peer-to-Peer-Prinzip beraten. Bei diesem Konzept helfen Jugendliche anderen Gleichaltrigen per WhatsApp. Denn viele Themen wollen oder können Jugendliche nicht mit Erwachsenen besprechen. Oft ist es auch peinlich mit Freunden über Sorgen zu sprechen. Die Angst ausgelacht zu werden oder Schwäche zu zeigen ist in dieser Lebensphase besonders groß.

„Es hilft sehr, wenn man im gleichen Alter ist und ungefähr die Problemlagen kennt bzw. auch selbst schon durchgemacht hat,“ erklärt Adriana. „Was ich persönlich so schön daran finde, sind die vielen positiven Rückmeldungen über Erfolgserlebnisse, die man von den Jugendlichen nach einer Beratung bekommt.“ Ihre Erfahrung bei Time4friends hat Adriana geholfen, ihre Berufung zu finden. Heute studiert sie Sozialarbeit und ist fest entschlossen, auch in Zukunft Menschen in schwierigen Lagen zu helfen.

Mehr Infos: Time4friends

Weitere Themen der Sendung:

Faktencheck zu Morbus Alzheimer

Bei Morbus Alzheimer handelt es sich um eine Störung des Gehirns, die durch Proteinablagerungen in den Nervenzellen entsteht. Die Alzheimersche Erkrankung ist die zweithäufigste Ursache für altersbedingte Demenz. Insgesamt sind ungefähr 100.000 ÖsterreicherInnen betroffen. „Es gibt zweierlei Ursachen“, erklärt Peter Dal-Bianco, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. „Das eine ist, dass die Zellen absterben. Und das zweite ist, dass die Verbindungen, die sogenannten Synapsen, verstopft sind. Durch diese Prozesse kommt es zum langsamen geistigen Abbau. Zu Beginn macht sich Morbus Alzheimer durch Vergesslichkeit oder Verwirrtheit bemerkbar. Gespräche und deren Inhalte werden vergessen oder Gegenstände häufig verlegt. Im späteren Krankheitsverlauf können Betroffenen auch Handlungen wie essen, gehen oder sprechen schwerfallen. Der altersbedingte Morbus Alzheimer kann ab dem 65. Lebensjahr auftreten. Eine gesunde Lebensführung mit regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung können dem Alzheimer-Risiko entgegenwirken. Wichtig ist außerdem, das eigene Gehirn auch im Alter zu fordern und fit zu halten. „Das Ziel ist letztlich, diese nicht heilbare Erkrankung mit ihren klinischen Symptomen hinauszuzögern. Durch Denkvorgänge und Neugierde entstehen neue Zellverbindungen – und auf diese muss man bauen.“

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