Dokumentarfilm – „Zurück ins neue Leben“

Foto: Stefanie Hufnagl aus dem Film "Zurück ins Leben"

Wenn Menschen von einer belastenden Krankheit betroffen sind, dann drückt dies meiste auch auf die Seele. Psychisch gesund bleiben wird zu einer großen Herausforderung und braucht Motivation sowie gute Vorbilder. Das Wiener Programm für Frauengesundheit möchte deshalb betroffenen Frauen mit dem Dokumentarfilm „Zurück ins Leben“ Mut machen. Fünfzehn Frauen, die eine Krise gemeistert haben, sprechen offen aus dem Herzen heraus und schildern, was ihnen bei der Bewältigung geholfen hat.

Die Idee zum Film „Zurück ins Leben“ entstand im Vorjahr – aufgrund der überwältigenden Reaktion bei der Suche nach weiblichen Testimonials, um die 1. Wiener Frauengesundheitswoche zu bewerben. „Einige der Bewerberinnen in unterschiedlichem Lebensalter hatten sehr berührende Begleitbriefe mitgeschickt. Allen war eines gemeinsam: Sie berichteten, wie sie existenzielle gesundheitliche Belastungen erfolgreich bewältigt haben. Entweder konnten sie eine Krebserkrankung überwinden, ein belastendes Life-Event meistern oder mit einer chronischen Erkrankung leben lernen“, so Kristina Hametner, Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit.

„Der Gang in die Öffentlichkeit ist ein Schritt zur Enttabuisierung von gesundheitlichen und den damit verbundenen psychischen Belastungen“, betont der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. 15 Frauen machten im Rahmen eines Awareness-Projekts ihre Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich und stellten sich für Interviews zur Verfügung. „Diese Lebensgeschichten machen Frauen, die selbst gerade eine schwere Lebensphase durchmachen, Mut, nicht aufzugeben, optimistisch zu bleiben und mit gesundheitlichen Krisen umzugehen. Diese 15 Frauen stärken andere Betroffene“, ist die Wiener Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal überzeugt.

Empowerment – zurück zur eigenen Stärke

Empowerment ist ein Prozess, der Menschen befähigt, Herausforderungen aus eigener Kraft zu bewältigen bzw. sich die Kraft zur Selbstgestaltung wieder anzueignen und auf die eigenen Bedürfnisse einzugehen. Die Regisseurin Edith Bachkönig konnte für die Umsetzung der Dokumentation gewonnen werden und erklärt: „Das Thema Verletzlichkeit und wie man daraus Kraft schöpfen kann, hat mich gereizt, diesen Film umzusetzen.“.

„Mit dieser Doku wollen wir Frauen in ähnlichen Situationen Mut machen und unterstützen, ihre Situation zu bewältigen. Ebenso wollen wir die Gesundheitskompetenz der Zuseher*innen stärken und somit gesundheitliche Krisen und die damit verbundenen psychischen Belastungen enttabuisieren“, so Hametner.

„Was wir sehen, ist, dass Frauen mutig sind, sich Herausforderungen stellen und sich gegenseitig stärken können und etwas Neues daraus entsteht“, sind sich Hacker, Hametner, Gaal und Bachkönig einig.
Die Filmpremiere von „Zurück ins neue Leben“ fand in Anwesenheit der Mitwirkenden am 4. Oktober 2021 im Wiener Rathaus statt. Alle Infos und Filmausschnitte dazu sind auf der Facebook-Seite des Wiener Programms für Frauengesundheit zu finden. Demnächst ist eine Ausstrahlung der gesamten Doku auf ORF oder 3Sat geplant, der Termin wird auch via Facebook bekannt gegeben.

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