4LIFECHANGERS: Hämorrhoiden – kein Grund zur Scham

Folge 38: Es gibt gesundheitliche Themen, die viele Menschen betreffen, aber über die nicht gesprochen wird, weil sich Betroffene zumeist zu sehr schämen. Vor allem, wenn sie unseren Intimbereich betreffen. Unsere Lifechangerin der Woche ist deshalb Christine Gassler – sie spricht in der 4LifeChangers-Sendung ganz offen über ihr Problem mit Hämorrhoiden, das seinen Ursprung mit der Geburt ihrer drei Kinder nahm.

Tabuthema Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Teil unseres Körpers. Es handelt sich dabei um kleine Gefäßpolster beim After. Machen sie Probleme, ist das für viele Menschen mit Scham verbunden. Seit der Geburt ihrer drei Kinder litt auch Christine Gassler jahrelang unter vergrößerten Hämorrhoiden. „Ich hatte jeden Tag Angst, wenn ich wieder auf die Toilette musste, dass es wieder eine Katastrophe wird.“

Nach Jahren mit verschiedenen erfolglosen Therapien und ständigen Blutungen und Schmerzen entschied sie sich schließlich auf Anraten ihres Arztes, sich operieren zu lassen. Dennoch ist die Operation meist die letzte Konsequenz. „Der erste Schritt ist immer eine konservative Behandlung,“ erklärt ihr behandelnder Arzt Max Wunderlich, Facharzt für Chirurgie. „Wenn jemand trotz konservativer Therapie sehr unter Hämorrhoiden leidet, dann ist eine Operation gerechtfertigt. Der sogenannte Leidensdruck ist ein wesentlicher Faktor, den man dabei berücksichtigen muss.“

Seit der Operation hat sich für Christine Gassler das Leben wieder normalisiert – sie muss jetzt keine Angst mehr davor haben, auf die Toilette zu gehen. Zum Umgang mit dem Thema rät sie anderen Betroffenen: „Ja nicht schämen dafür und geheim halten! Es ist genauso, wie wenn ich an den Füßen Krampfadern hätte, die ich mir operieren lasse. Es ist in meinen Augen nichts anderes, es ist nur eine unangenehme Stelle.“

Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich erklärt zusätzlich in diesem Video-Interview alles rund um das Thema Hämorrhoiden und beantwortet dazu wichtige Fragen.
Weitere Themen der Sendung

Wege aus der Angst

Angst ist Teil unseres Lebens. Aber wenn sie unser Leben bestimmt und wir uns nicht davon lösen können, handelt es sich um eine Angsterkrankung. Ständige Sorgen, kreisende Gedanken oder Konzentrationsstörungen, Herzrasen oder Kopfschmerzen sind die Folge. Auslöser können Traumata oder genetisch bedingt sein. Aber auch außergewöhnliche Belastungen wie beispielsweise die aktuelle Corona-Pandemie können ebenfalls zu einer Angsterkrankung führen. Für die Behandlung ist eine Früherkennung essentiell. „Je früher man die Samen im Keim erstickt, desto mehr bannt man einen großen Flächenbrand,“ erklärt Christian Wunsch, Facharzt für Psychiatrie. Um der Angst entgegenzuwirken, rät er zu körperlicher Aktivität, Meditation, Yoga und vor allem: Auch mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. „Darüber hinaus wäre wahrscheinlich ein therapeutischer Zugang wichtig und gut,“ so Christian Wunsch. „Wenn das alles nicht ausreicht und hilft, dann kann eine medikamentöse Therapie – zum Beispiel mit einem Lavendelpräparat – unterstützen.“

Erste-Hilfe-Tipp: Hilfe bei Vergiftung

Wenn eine zu große Menge an Medikamenten eingenommen wurde oder kleine Kinder gefährliche Substanzen verschluckt haben, kann die Vergiftungszentrale Auskunft geben. Es gilt, schnell zu handeln und eventuell gleich die Rettung zu rufen.

Vergiftungsinformationszentrale (VIZ)
Notruf 00:00 bis 24:00 Uhr: 01/406 43 43, Rettung: 144, Ärztefunkdienst: 141
Alle Infos auf: goeg.at/Vergiftungsinformation