Krafttraining fürs Herz

Radfahrerin im Wald, Credit: Alina Fedorchenko, Unsplash

Egal, auf welchen Sattel Sie sich setzen: Das Training auf dem Fahrrad, E-Bike oder Fahrradergometer stärkt Ihr Herz ebenso wie andere Ausdauersportarten. So verbessert regelmäßiges Radfahren nicht nur die Ausdauer und kräftigt die Muskulatur, das Herz-Kreislauf-Training auf dem Sattel trainiert auch Herz und Lunge.

Regelmäßiger Sport gilt als eine der zielführendsten Maßnahmen, um das Herz lange gesund und leistungsfähig zu halten. Der bei intensiver Belastung beschleunigte Herzschlag stellt für ein gesundes Herz kein Problem dar. Bei einem vorgeschädigten Organ kann ein schneller Herzschlag jedoch zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen.

Überlastung vorbeugen

Menschen mit Herzproblemen sollten sich vor dem Trainingsbeginn von einem Herzspezialisten (Kardiologen) untersuchen lassen und mit diesem die Intensität, Dauer und Häufigkeit des Trainings besprechen.

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Scharhag, Leiter der Abteilung für Sportmedizin, Leistungsphysiologie und Prävention am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien, Credit: Österreichisches Institut für Sportmedizin
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Scharhag, Leiter der Abteilung für Sportmedizin,
Leistungsphysiologie und Prävention am Institut für Sportwissenschaft, Universität Wien
Foto: Österreichisches Institut für Sportmedizin

„Der Arzt kann mit Hilfe eines Belastungselektrokardiogramms (Belastungs-EKG) die individuelle Belastbarkeit des Herzens sowie den passenden Trainingspuls ermitteln. Zudem kann er den Einfluss von Herzmedikamenten auf das Herz-Kreislauf-System und die körperliche Leistungsfähigkeit überprüfen“, betont der Sportkardiologe Univ.-Prof. Dr. Jürgen Scharhag vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien. „Für Menschen mit Herzkrankheiten ist es zudem empfehlenswert, mit einem Pulsmesser aufs Fahrrad zu steigen, um den Herzfrequenz im Blick zu behalten und einer Überlastung des Herzens vorzubeugen. Denn wie bei einem Auto, sollte die Herzfrequenz nicht in den roten Drehzahlbereich kommen.“

Weitere Info: Österreichisches Institut für Sportmedizin

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