Allergietest: Damit aus Heuschnupfen kein Asthma wird

Heuschnupfen

Heuschnupfen – auch allergische Rhinitis oder Pollenallergie genannt – verursacht meist Augenjucken, eine ständig rinnende oder verstopfte Nase sowie häufiges Niesen. Doch das ist nicht alles: Tatsächlich sind diese lästigen Begleiterscheinungen noch die harmloseren. Denn was die Wenigsten wissen: eine Pollenallergie kann als Folgeerkrankungen chronische Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen sowie Asthma bronchiale auslösen.

Daher ist es für Allergiker ratsam, sich präventiv testen zu lassen, weil eine Allergie immer ganzkörperliche Auswirkungen hat. Zwei Wiener Studien haben erwiesen, dass die Zahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die den Sauerstoff aus der Lunge durch den Körper transportieren, im peripheren Blut, während der Allergenexposition signifikant absinkt, nämlich sogar auf das Ausmaß einer leichten Anämie. Zu wenige rote Blutkörperchen führen zu einer Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff. Daraus ergeben sich typische Symptome wie Blässe, Müdigkeit, Atemnot, Schwäche, Schwindel oder Kopfschmerz. Gleichfalls verstärkt sich das Krankheitsgefühl bei Allergiesymptomen.

Mittlerweile gibt es neben den üblichen Hauttests auch Bluttests (Blutscreenings), die dank ihrer modernen Diagnoseverfahren eine mögliche Sensibilisierung schon sehr früh anzeigen können. Diese Tests sind vor allem für ältere Menschen, Kleinkinder und Menschen mit Neurodermitis geeignet, weil sie im Vergleich zum Hauttest den Organismus nicht belasten. Die Tests basieren entweder auf der Analyse einzelner Allergene oder werden mittels eines Allergen-Mikrochips, der aus nur einem Blutstropfen in einem Durchgang IgE gegenüber 100 Allergene screent, durchgeführt.

PK der MedUni Wien; Wien, März 2019